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Look Good Feel Better Teilnehmerin Sandra: „Es geht um so viel mehr als nur um Schminken."
von Marina Struth am
Sandra kennt die Diagnose Brustkrebs: Schon 2014 war sie betroffen. Knapp zwölf Jahre später wird die Erkrankung erneut festgestellt – und seit dieser zweiten Diagnose Ende 2025 hat sich für sie vieles verändert. Im Interview berichtet Sandra über ihre Erfahrungen und erzählt, wie ihr die Teilnahme am Look Good Feel Better Kosmetikseminar dabei geholfen hat, wieder mehr Selbstbewusstsein aufzubauen:
Wenn du dein Leben vor und seit der Diagnose betrachtest: Was hat sich verändert?
Sandra: Seit meiner Diagnose hat sich mein Leben in vielerlei Hinsicht verändert - sowohl zum Positiven als auch zum Herausfordernden. Nach den Therapien kämpft man sich Schritt für Schritt zurück ins Leben. Gleichzeitig wird einem bewusst, dass vieles nicht mehr so ist wie früher. Es gibt Gedanken und Gefühle, die oft im Verborgenen bleiben, mit denen man selbst aber dauerhaft umgeht.
Der Satz „Du musst damit abschließen“ begegnet einem immer wieder. Für mich ist das jedoch nicht realistisch, denn durch die regelmäßigen Vor- und Nachsorgeuntersuchungen bleibt die Erkrankung ein Teil meines Lebens. Man wird immer wieder daran erinnert, auch wenn man nach außen vielleicht schon wieder „funktioniert“.
Auch im Alltag ist vieles anstrengender geworden - körperlich und mental. Der Wiedereinstieg ins Berufsleben bringt zusätzliche Herausforderungen mit sich. Man spürt einen gewissen Druck, möglichst schnell wieder in den Alltag zurückzufinden und leistungsfähig zu sein. Diesen Erwartungen gerecht zu werden, ist nicht immer leicht.
Gleichzeitig hat die Erfahrung meinen Blick auf das Leben verändert. Ich lebe bewusster, nehme mir mehr Zeit für mich selbst und schätze die kleinen, schönen Momente viel intensiver. Ich habe gelernt, besser auf meine eigenen Bedürfnisse zu achten und achtsamer mit meiner Energie umzugehen. Dinge oder Menschen, die Energie rauben, rücken stärker in den Fokus.
Die Erkrankung hat mich insgesamt nachdenklicher gemacht - aber auch stärker und klarer darin, was mir im Leben wirklich wichtig ist.
Welche Gewohnheiten, Personen oder Rituale haben dir geholfen, in schwierigen Momenten stark zu bleiben?
Sandra: Schon bei meiner ersten Diagnose 2014 hat mir Bewegung sehr geholfen, vor allem regelmäßiger Sport. Heute sind es viele kleine Dinge und vor allem Menschen, die mir Kraft geben.
Ein ganz wichtiger Anker ist für mich der Kontakt zu meinem beruflichen Umfeld. Von einem sehr aktiven Arbeitsleben plötzlich auf null zu fallen, ist eine große Umstellung. Umso wertvoller ist es, den Kontakt zu Kollegen und Vorgesetzten zu halten. Ich erfahre dort unglaublich viel Unterstützung und Wertschätzung - durch Besuche, liebevolle Gesten, kleine Geschenke oder einfach durch das Gefühl, nicht vergessen zu werden. Für mich werden zum Beispiel Mützchen genäht, ich bekomme Zuspruch und werde regelmäßig besucht.
Besonders viel Halt gibt mir auch die Familie meines Mannes. Meine Schwiegereltern und seine Geschwister stehen fest an meiner Seite und stärken mir den Rücken. Und vor allem mein Ehemann ist für mich ein echter Fels in der Brandung. Auch für Angehörige ist diese Situation nicht leicht. Er trägt vieles mit, hält schwierige Momente aus und gibt mir Sicherheit, wenn Ängste hochkommen.
Im Alltag helfen mir bewusste Rituale: Zeit für mich selbst, Spaziergänge an der frischen Luft und besonders im Wald, um neue Energie zu tanken. Musik begleitet mich durch viele Phasen und gibt mir Halt. Außerdem habe ich für mich die Kreativität entdeckt - insbesondere das Malen. Das hilft mir, Gedanken und Gefühle auszudrücken und innerlich zur Ruhe zu kommen.
Sehr wichtig ist für mich auch der Austausch mit anderen Menschen. Begegnungen, Gespräche und Netzwerke geben mir Kraft. Ob bei Kosmetikseminaren, Veranstaltungen, Modenschauen im Rahmen von Krebskongressen oder Fotoshootings: Man lernt besondere Menschen kennen und erlebt Begegnungen, die Mut machen. Erfahrungen zu teilen, Wissen weiterzugeben und andere zu ermutigen, gibt mir selbst sehr viel Stärke.
Gleichzeitig hilft es mir, am Alltag anderer teilzuhaben. Das lenkt ab und bringt ein Stück Normalität zurück. Während der Therapie fühlt man sich oft wie in einer eigenen Blase, geprägt von Arztterminen, Gesprächen, Beratungen und Behandlungen. Umso wichtiger ist es, sich bewusst schöne Momente zu schaffen: ein Frühstück, ein Brunch, ein Kaffee, ein Treffen mit Freunden oder Besuch zu Hause. All diese Dinge geben mir Kraft und helfen mir, auch in schwierigen Zeiten positiv zu bleiben.
Welche körperlichen Veränderungen hast du während der Erkrankung erlebt und wie haben sich diese auf dein Wohlbefinden ausgewirkt?
Sandra: Während meiner Erkrankung habe ich sehr viele körperliche Veränderungen erlebt, die meinen Alltag stark beeinflusst haben - damals wie auch heute. Viele davon sind nach außen gar nicht sichtbar, prägen aber das eigene Empfinden umso mehr.
Dazu gehören unter anderem Gelenkschmerzen, Veränderungen des Geschmacks- und Geruchssinns sowie eine nachlassende Sehkraft. Auch das Verdauungssystem und das Essverhalten verändern sich. Hinzu kommen Missempfindungen wie Kribbeln oder Schmerzen in den Händen, Veränderungen an den Nägeln und eine schnelle körperliche Erschöpfung. Man ist oft sehr schnell müde und manchmal nicht in der Lage, den normalen Alltag oder den Haushalt wie gewohnt zu meistern.
Der Haarausfall wird oft als das sichtbarste Zeichen wahrgenommen, ist für mich aber nur ein Teil des Ganzen. Viel intensiver empfinde ich die Vielzahl an anderen Nebenwirkungen, die den Alltag dauerhaft begleiten. Durch die Therapien kommt es zudem zu hormonellen Umstellungen, Hitzewallungen und einem frühen Eintritt in die Wechseljahre. Auch Muskeln und Körperkraft verändern sich, man ist schneller erschöpft und kann sich nicht mehr so aktiv bewegen wie früher.
Auch das äußere Erscheinungsbild verändert sich deutlich. Gewichtszunahme, ein verändertes Hautbild und veränderte Gesichtszüge wirken sich stark auf das Selbstbewusstsein aus. Die Haut wird trockener, empfindlicher, rissiger oder verändert sich durch Nebenwirkungen wie Onko-Akne. Pflege wird dadurch ein ganz wichtiger Bestandteil des Alltags.
Es gibt Phasen, in denen man sich nicht mehr wohl in seiner Haut fühlt. Man fühlt sich weniger feminin, weniger attraktiv und verliert ein Stück weit das vertraute Selbstbild. Man verliert den Rahmen des Gesichts, wenn Haaransatz, Augenbrauen und Wimpern fehlen. Das nagt am Selbstbewusstsein und kann dazu führen, dass man sich nicht mehr schön oder weiblich fühlt.
Diese Veränderungen betreffen nicht nur den Körper, sondern auch die Seele. Es erfordert viel innere Stärke, sich davon nicht herunterziehen zu lassen. Gleichzeitig bleibt der Wunsch, sich weiterhin als Frau wohlzufühlen - sich schön zu fühlen, sich zu pflegen, sich zu schminken und sich modisch zu kleiden. Genau darin liegt für mich ein wichtiger Schlüssel: sich bewusst kleine Stücke Normalität zu erhalten.
Gerade deshalb ist es so wichtig, schöne Dinge zu tun, um mental positiv zu bleiben, Mut und Kraft zu schöpfen und durch diese Zeit zu gehen. Dinge, die Freude machen, helfen mir, stabil zu bleiben und wieder mehr bei mir selbst anzukommen.
Wie hast du von den Look Good Feel Better Seminaren erfahren und was hat dich motiviert, daran teilzunehmen?
Sandra: Auf das Seminar bin ich während meiner Chemotherapie in der Onkologie aufmerksam geworden - durch Flyer und Hinweise des Pflegepersonals. Ich habe mich damals relativ spontan angemeldet, ohne genau zu wissen, was mich erwartet. Beim zweiten Mal wusste ich dann bereits, wie wertvoll dieses Angebot ist.
Meine Motivation zur Teilnahme war vor allem die sichtbare Veränderung meines Äußeren. Besonders herausfordernd war für mich der Verlust von Wimpern und Augenbrauen. In diesem Moment verändert sich das Gesicht noch einmal ganz stark - man verliert gewissermaßen seinen „Rahmen“ und damit auch ein Stück seiner gewohnten Identität.
Gerade das hat mein Selbstempfinden sehr beeinflusst. Ich wollte mich wieder wohler fühlen, mich unter Menschen trauen und ein Stück Normalität zurückgewinnen. Im Alltag merkt man schnell, wie sehr sich Blicke verändern können - sei es durch eine Mütze im Sommer, durch eine Kopfbedeckung oder durch andere sichtbare Veränderungen.
Deshalb war es mir wichtig, praktische Tipps und Unterstützung zu bekommen: Wie kann ich mein Gesicht natürlich schminken? Welche Möglichkeiten gibt es, fehlende Konturen auszugleichen? Wie kann ich mich so stylen, dass ich mich wieder mehr wie ich selbst fühle?
Das Seminar hat mir genau dabei geholfen. Es ging nicht nur um äußere Veränderungen, sondern auch darum, sich selbst wieder näherzukommen. Mit kleinen Hilfsmitteln - Make-up, Accessoires, Kopfbedeckungen oder neuen Stylingideen - kann man viel bewirken und sich ein Stück Sicherheit und Selbstvertrauen zurückholen.
Welche Tipps oder Produkte aus dem Seminar haben dir im Alltag besonders geholfen?
Sandra: Besonders hilfreich waren für mich die ganz praktischen Tipps rund um das Nachzeichnen von Augenbrauen und das Betonen der Augen, gerade in einer Phase, in der Wimpern und Augenbrauen fehlen. Diese kleinen Techniken machen im Alltag einen großen Unterschied und geben sofort mehr Sicherheit im eigenen Erscheinungsbild.
Was mich darüber hinaus sehr begeistert hat, war die Vielfalt und Qualität der Produkte, die im Seminar vorgestellt wurden. In der Goodie-Bag waren viele hochwertige Produkte unterschiedlicher Hersteller enthalten - Dinge, die man sich im Alltag oft nicht einfach so kauft oder vielleicht gar nicht kennt.
Dadurch hatte ich die Möglichkeit, vieles in Ruhe auszuprobieren und für mich herauszufinden, was wirklich zu mir passt. Einige Produkte haben mich so überzeugt, dass ich sie heute fest in meine Routine integriert habe.
Besonders wertvoll fand ich auch den Hinweis, wie wichtig die richtige Pflege ist. Es geht nicht nur um dekorative Kosmetik, sondern vor allem um die Basis: eine gute Hautpflege, die auf die veränderten Bedürfnisse während der Therapie eingeht. Auch Themen wie Sonnenschutz haben noch einmal eine ganz neue Bedeutung bekommen.
Das Seminar hat mir insgesamt gezeigt, wie viel man mit den richtigen Produkten und ein paar gezielten Tipps für sich selbst tun kann - und wie wichtig es ist, sich diese Zeit für sich bewusst zu nehmen.
Ein Blick in die Produkttasche
Hat sich dein Blick auf dich selbst - dein Spiegelbild, dein Körpergefühl - durch das Seminar verändert? Wenn ja, wie?
Sandra: Ja, auf jeden Fall. Das Seminar hat mir geholfen, wieder einen positiveren Blick auf mich selbst zu entwickeln. Gerade in einer Phase, in der sich das eigene Aussehen stark verändert und man sich oft fremd im eigenen Körper fühlt, ist das unglaublich wertvoll.
Durch die praktischen Tipps und das Ausprobieren der Produkte habe ich gelernt, wie ich bestimmte Veränderungen ausgleichen kann - zum Beispiel fehlende Augenbrauen nachzuzeichnen oder meinem Gesicht wieder mehr Ausdruck zu geben. Das hat mir ein Stück Sicherheit zurückgegeben.
Aber es ging um viel mehr als nur das Äußere. Das Seminar hat mir gezeigt, dass man trotz aller Veränderungen aktiv etwas für sich tun kann. Man fühlt sich nicht mehr ganz so ausgeliefert, sondern bekommt wieder ein Stück Kontrolle zurück.
Ich habe mich nach dem Seminar wieder wohler gefühlt, mich eher getraut, unter Menschen zu gehen und mich zu zeigen. Es hat mir geholfen, mich wieder mehr als Frau zu fühlen und nicht nur als Patientin.
Insgesamt hat sich mein Blick auf mich selbst dadurch positiv verändert. Ich gehe achtsamer mit mir um und habe gelernt, mir bewusst etwas Gutes zu tun.
Gab es einen Moment während oder nach dem Seminar, in dem du dich besonders gestärkt oder schön gefühlt hast?
Sandra: Ja, ganz besonders der Moment nach dem Seminar ist mir sehr in Erinnerung geblieben. Der Vorher-Nachher-Effekt ist wirklich beeindruckend. Wir kommen alle ungeschminkt an - und zu sehen, was mit ein paar gezielten Handgriffen und dekorativer Kosmetik möglich ist, ist unglaublich.
Vor allem beim letzten Seminar hat mich das sehr berührt. Plötzlich wirkt das Gesicht wieder frischer, wacher und ein Stück weit „normaler“ - unabhängig davon, ob man eine Kopfbedeckung trägt oder nicht. Dieser Unterschied gibt einem sofort ein ganz anderes Lebensgefühl.
In diesem Moment fühlt man sich gestärkt, selbstbewusster und auch wieder ein Stück mehr wie man selbst. Für mich war das so ein schönes Gefühl, dass ich am liebsten direkt danach etwas unternommen hätte - essen gehen, ausgehen oder einfach wieder am Leben teilnehmen.
Dieser sichtbare Wandel ist nicht nur äußerlich, sondern hat auch innerlich eine große Wirkung. Er schenkt Mut, Selbstvertrauen und ein Stück Leichtigkeit zurück.
Sandra nach dem Seminar
Was würdest du anderen Krebspatientinnen mitgeben, die überlegen, an einem Seminar teilzunehmen?
Sandra: Ich würde jeder Betroffenen von Herzen empfehlen, an einem solchen Seminar teilzunehmen. Es geht dabei um so viel mehr als nur um Schminken.
Mein Tipp ist: Macht euch an diesem Tag bewusst schön. Zieht etwas an, worin ihr euch wohlfühlt, nehmt eure Perücke oder Kopfbedeckung mit und nutzt die Gelegenheit, euch selbst etwas Gutes zu tun. Und ganz wichtig: Plant euch danach etwas Schönes ein. Geht einen Kaffee trinken, essen, ins Kino oder trefft euch mit jemandem. Nehmt dieses gute Gefühl, diesen Vorher-Nachher-Effekt und das gestärkte Selbstbewusstsein direkt mit in euren Alltag.
Was viele unterschätzen - und was für mich unglaublich wertvoll war - ist der Austausch mit anderen Betroffenen. Man begegnet Menschen in ganz unterschiedlichen Phasen der Erkrankung. Man kann selbst Erfahrungen weitergeben oder von anderen lernen. Besonders Menschen am Anfang der Therapie sind oft dankbar für Tipps, Wissen und ehrliche Erfahrungswerte. Gleichzeitig kann man von Menschen profitieren, die bestimmte Schritte schon hinter sich haben.
Gerade dieser offene Austausch über Ängste, Gefühle und ganz praktische Themen ist unheimlich wichtig. Es tut gut, verstanden zu werden - von Menschen, die wirklich wissen, wovon man spricht. Es dürfen auch Emotionen da sein. Dieser Austausch macht Mut, gibt Kraft und schenkt Energie.
Oft nimmt man nicht nur emotionale Stärke mit, sondern auch ganz konkrete Tipps: zu Behandlungen, Ärzten, psychoonkologischer Unterstützung, Produkten, Kopfbedeckungen, Mützen oder anderen Hilfsmitteln im Alltag. Manchmal entstehen sogar Kontakte, die über die Therapie hinaus bestehen bleiben.
Deshalb mein klarer Rat: Nehmt dieses Angebot wahr. Es kann euch auf vielen Ebenen stärken - äußerlich, aber vor allem auch innerlich.
Gab es etwas, das du im Laufe Ihrer Erkrankung über dich selbst oder das Leben gelernt hast - etwas, das dich vielleicht überrascht hat?
Sandra: Ja, definitiv. Eine der wichtigsten Erkenntnisse für mich ist, wirklich im Hier und Jetzt zu leben. Ich habe gelernt, weniger in der Vergangenheit zu hängen oder mir zu viele Gedanken über die Zukunft zu machen - denn vieles kommt ohnehin anders, als man es plant. Stattdessen versuche ich, den Moment bewusst wahrzunehmen, ihn aufzusaugen und zu genießen.
Dabei habe ich auch eine gewisse Gelassenheit entwickelt, die mich selbst überrascht hat. Dinge, die mich früher gestresst hätten, verlieren an Bedeutung. Stattdessen sind es heute die kleinen Momente, die zählen: ein guter Tag, stabile Blutwerte, ein abgeschlossener Therapieabschnitt. Solche Dinge bekommen plötzlich eine ganz neue Wertigkeit und können echte Glücksgefühle auslösen.
Ich habe außerdem erkannt, wie wichtig es ist, sich selbst nicht immer hintenanzustellen. Im Alltag und im Berufsleben verliert man sich oft in Verpflichtungen und vergisst dabei, auf sich selbst zu achten. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, sich bewusst Zeit für sich zu nehmen und die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen.
Was mich besonders überrascht hat, ist, wie wertvoll der Austausch mit anderen Betroffenen ist. Anfangs habe ich das unterschätzt und war eher zurückhaltend. Ich dachte, ich brauche solche Treffen, Netzwerkgruppen oder Selbsthilfeangebote nicht unbedingt. Heute weiß ich, wie viel Kraft, Mut und Unterstützung darin liegt. Diese Begegnungen, das Teilen von Erfahrungen und das gegenseitige Verständnis geben unglaublich viel Halt.
Für mich ist auch klar geworden: Krebs darf kein Tabuthema sein. Man muss sich nicht verstecken und ist nicht weniger wert. Es gibt schwere und herausfordernde Zeiten - und die dürfen auch da sein. Aber genauso wichtig ist es, die guten Momente bewusst zu erleben, zu feiern und sich selbst etwas Gutes zu tun.
Mein persönliches Fazit ist deshalb: Versteckt euch nicht. Geht raus, traut euch, nehmt Angebote an und lebt euer Leben - so bewusst und intensiv wie möglich. Macht euch hübsch, nutzt die guten Tage und feiert die Momente, in denen es euch gut geht.