„Ich wollte nicht, dass meine Kinder mich nur noch als krank sehen."

Für ihre Kinder stark – trotz Krebs

Annika ist 36 Jahre alt, Mutter von zwei Kindern und mitten im Leben, als sie zufällig einen kleinen Knoten in ihrer Brust entdeckt. Was als leiser Verdacht beginnt, wird schnell zur Gewissheit: Brustkrebs.

Neben der Angst um sich selbst ist es vor allem eine Frage, die alles überlagert: Wie schaffe ich es, für meine Kinder stark zu bleiben?

Annika versucht, auch während der Therapie so viel Normalität wie möglich zu bewahren. Dabei helfen ihr ihr Optimismus und ihre pragmatische Art. Sie arbeitet zwischendurch weiter und hält das Familienleben so gut es geht aufrecht.

Doch die Therapie verändert nicht nur ihr Leben, sondern auch ihr Spiegelbild. Gemeinsam mit ihrer Familie entscheidet sie sich, ihre Haare abzuschneiden, bevor sie ausfallen – und diesen Schritt selbst zu bestimmen, bevor die Krankheit ihn vorgibt. Ein Moment, der schmerzt und zugleich zeigt, wie viel Liebe und Halt sie umgibt.

Für Annika ist jedoch eine andere äußerliche Veränderung noch viel prägender: „Der größte Verlust für mich waren die fehlenden Wimpern.“ Ohne sie wirkt ihr Blick härter – und sie hat das Gefühl, dass die Krankheit in ihrem Gesicht deutlicher sichtbar wird.

Ein Ort, an dem man nichts erklären muss

Als Annika vom Look Good Feel Better Patientenprogramm der DKMS hört, zögert sie. Ist ein Kosmetikseminar wirklich etwas für sie?

Sie geht trotzdem hin. Und erlebt etwas, das sie nicht erwartet hat.

Schon im ersten Moment spürt Annika: Hier muss sie nichts erklären. Keine Blicke, kein Rechtfertigen. Nur Frauen, die genau wissen, wie sich diese Situation anfühlt, weil sie selbst mittendrin sind.

„Man merkt plötzlich: Ich bin nicht allein mit dem, was gerade passiert.“

Annika erlebt, wie viel Kraft darin liegt, wirklich verstanden zu werden: „Man traut sich in dieser Runde, einfach man selbst zu sein – auch ungeschminkt, ohne Haare.“

Und gleichzeitig ist da dieser Gedanke, dass sie hier nicht nur etwas für sich zurückgewinnt, sondern auch ein Stück von dem, was sie ihren Kindern zeigen möchte: dass Stärke nicht perfekt sein muss.

 

Wieder ein Stück bei sich selbst ankommen

Im Seminar lernt Annika, wie sie ihre Haut während der Therapie unterstützen kann – vor allem aber, wie sie ihre Augen auch ohne Wimpern wieder betont. Das Imitieren der Wimpern wird für sie dabei zum wichtigsten Learning. Gleichzeitig lernt sie, sich selbst wieder anzunehmen, in einer Zeit, in der so vieles fremd geworden ist.

„Man fühlt sich wieder wie ein Mensch – nicht nur wie eine Patientin“, sagt sie. „Ich habe gemerkt: Ich kann mich trotzdem schön fühlen.“

Und genau dieses Gefühl wird auch im Alltag wichtig – gerade im Zusammensein mit ihren Kindern. Wieder in den Spiegel schauen zu können, bedeutet für sie auch: wieder da zu sein. Als Mensch, als Frau, als Mutter.

Ein Angebot, das über äußere Hilfe hinausgeht

Die Erfahrungen im Seminar schenken Annika neue Kraft und die Zuversicht, gut durch diese herausfordernde Zeit zu kommen. Ein Motto, das sie seit der Diagnose begleitet, gewinnt dabei immer mehr an Bedeutung: „Krebs hat Angst vor Lebensfreude – gegen Lebensfreude kann er nicht gewinnen.“

Genau solche Erfahrungen sind keine Selbstverständlichkeit. Viele Frauen erleben ihre Behandlung als Zeit der Isolation, des Rückzugs und der Unsicherheit.

Das Look Good Feel Better Patientenprogramm der DKMS schafft einen Gegenraum dazu – einen Ort, an dem aus Unsicherheit wieder Selbstvertrauen entstehen kann.

Und dabei brauchen wir Ihre Unterstützung.

 

Schenken Sie Frauen wie Annika Kraft und Zuversicht

Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie, dass krebserkrankte Frauen wie Annika während ihrer Behandlung emotional unterstützt werden – für sich selbst und für die Menschen, die ihnen am nächsten stehen.

Sie schenken Momente, in denen Frauen sich wieder erkennen. Sich wieder trauen, in den Spiegel zu schauen. Und wieder spüren: Ich bin mehr als meine Krankheit.

Schenken Sie Mut, Selbstvertrauen und ein Stück Lebensfreude.